Die Reise ist vorbei. Das mobile Zuhause wird in die Garage gefahren. Der nächste Camping-Ausflug kommt erst wieder in einem halben Jahr und bis dahin verstaubt das geliebte Gefährt in einer dunklen Ecke. Aber aufgepasst: Eine andere, viel effizientere Möglichkeit ist die private Vermietung des eigenen Wohnmobils, Camping-Vans oder Wohnwagens in der Zeit, in der das Fahrzeug ungenutzt rumstehen würde.

Durch das zusätzlich verdiente Geld werden Fahrzeugkosten und das eigene Reisen refinanziert und vorhandene Ressourcen, wie o.g. ungenutzte Fahrzeuge, nachhaltig genutzt. So können Menschen Camping erleben, die sich kein eigenes Wohnmobil oder keinen Wohnwagen leisten können oder wollen. Ebenso können sich am Camping interessierte Leute erstmal mit einem gemieteten Fahrzeug ausprobieren, bevor sie sich ein eigenes kaufen.

Die Vermietung des eigenen Campers bietet somit für alle Beteiligten viele Vorteile, wodurch ein regelrechter Boom auf diesem Markt stattfindet. Wir wollen aber nicht nur dein Interesse wecken, sondern erklären dir nachfolgend im Detail, was du bei der Vermietung beachten solltest, wie du am besten vorgehst und welche Dinge dafür notwendig sind.

Möglichkeiten der Vermietung

Wege der Vermietung

Es gibt viele Möglichkeiten, auf dein Reise-Fahrzeug aufmerksam zu machen. Du kannst Anzeigen in (Lokal-)Zeitungen sowie Campingzeitschriften schalten oder das Reisegefährt online auf Portalen wie Ebay-Kleinanzeigen zur Vermietung anbieten. Dieses Vorgehen ist jedoch nicht sehr empfehlenswert, da du dich selbst um die Vermieter-Versicherung kümmern musst und der Überblick für potentielle Mieter über die Buchungszeiträume eher dürftig ist.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine eigene Homepage mit eigener Kalenderfunktion, was letztgenanntes Problem beheben würde. Hier treten jedoch andere Nachteile auf. Einerseits musst du dich auch hier zusätzlich um eine Versicherung kümmern. Andererseits muss die Webseite erstmal vorhanden sein und am Ende genügend Menschen erreichen. Dabei wird es vor allem schwierig, diese über den Bekanntenkreis hinaus publik zu machen.

Mietportale

Am einfachsten und schnellsten gelingt die Vermietung, indem du Mietportale wie Yescapa nutzt. Dabei gibt es viele Vorteile:

  • Die Präsentation des eigenen Fahrzeuges mit einer kurzen Beschreibung und Bildern führt zu vielen Interessenten
  • die Buchungsabwicklung und das Marketing werden von Yescapa übernommen
  • du musst dich selbst nur um deine Buchungsanfragen, die Pflege des Buchungskalenders und die Aktualisierung wichtiger Unterlagen wie z.B. TÜV kümmern
  • dir als Vermieter stehen ein hilfreicher Kundenservice, Musterverträge und vorgefertigte Übergabeprotokolle zur Verfügung

Somit ist dieser Weg sicherlich die beste Wahl.

Mietportal Yescapa

Trotz aller Vorteile sollte dir aber im Allgemeinen bewusst sein, dass du dir für die Vermietung deines Fahrzeugs genug Zeit einplanen solltest, da neben den genannten Aufgaben auch die Kontaktaufnahme mit den Mietern (Kennenlernen, Fahrzeugübergabe bzw. -rücknahme) und die nachträgliche Reinigung des Fahrzeugs sowie der Campingausrüstung dazu gehören.

Kalkulation von Kosten und Mietpreisen

Als erstes solltest du alle Kosten ermitteln, die du mit der Vermietung abdecken möchtest. Hierbei kann es sich um die Anschaffungs- und laufenden Kosten deines Campers oder zusätzlich um die Refinanzierung der eigenen Urlaubs- und Reisekosten handeln.

Zu den laufenden Kosten zählen Steuern, Versicherungen, Wartung und Reparaturen oder Ausgaben für den Reifenwechsel. Den finalen Kostenpunkt solltest du jedoch höher ansetzen, da durch die kontinuierliche Nutzung auch ein größerer Verschleiß zustande kommt und Schäden am Fahrzeug nicht unvermeidlich sind.

Der zweite Schritt besteht darin die Tage zu zählen, an denen dein Wohnmobil, -wagen oder Camping-Van ungenutzt in der Ecke steht. Dadurch erhältst du einen Überblick, in welchem Zeitraum du eben kalkulierten Geldbetrag erwirtschaften musst. Der Tagessatz in der Vermietung ist dann der Quotient aus zu deckenden Kosten und verfügbaren Tagen.

Kosten kalkulieren

Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Bei einer Kostenkalkulation von 5000€ pro Jahr und einem Zeitraum von 10 Wochen, die das Gefährt in der Ecke verstauben würde, müsstest du einen Tagessatz von 70-75€ ansetzen. Wenn deine Kosten höher sind, da z. B. die Spritkosten der eigenen Reise zusätzlich refinanziert werden sollen, musst du entweder den Tagessatz erhöhen oder den Zeitraum zur Vermietung verlängern.

Schöne Stellplätze findest du übrigens mit unserer App, falls du vorm Vermieten noch eine Nacht im Camper verbringen willst.

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Ist dein Fahrzeug geeignet?

Fahrzeugtyp und die richtige Ausstattung

Du fragst dich, ob dein „zweites Zuhause“ überhaupt zur Vermietung geeignet ist?

Die verschiedenen Anbieter gehen hier unterschiedlich vor. Manche Mietportale spezialisieren sich auf einen Typ von Fahrzeug, wohingegen andere keinerlei Einschränkungen haben. Wie die Richtlinien dazu sind kannst du ganz einfach auf den Internetseiten der Mietportale nachlesen. Bei Yescapa zum Beispiel können verschiedenste Arten von Campingfahrzeugen zur Vermietung angeboten werden - vom Wohnwagen über den Bulli bis zum vollintegrierten Wohnmobil.

Du musst die Interessenten also nur von deinem Campinggefährt überzeugen. Das schaffst du mit der richtigen Ausstattung. Diese sollte vollständig und durchdacht sein, damit deine Mieter sofort in ihren Urlaub starten können und es an nichts fehlt. Wichtiges Werkzeug, Stühle, ein Tisch, Geschirr, Besteck, ein Kocher und Putzzeug solltest du mindestens zur Verfügung stellen.

Mit kleinen Details wie einer gemütlichen Deko und praktischen Dingen wie einer Picknickdecke, einer Wäscheleine und ein paar Gesellschaftsspielen wirst du von Buchungsanfragen übersäht werden. Je besser die Ausstattung deines Campers, desto eher stichst du damit aus der Masse heraus und begeisterst potenzielle Mieter. Einzig Bettzeug und Handtücher bringen Mieter normalerweise selbst mit.

Fazit

Die Vermietung deines „zweiten Zuhauses“ an andere Campingfans ist eine tolle, und relativ mühelose Möglichkeit zur Refinanzierung eigener Kosten. Du musst das geliebte Gefährt aber auch in andere Hände geben können. Wenn das Herz dabei blutet und die Sorgen zu groß sind, solltest du vielleicht mit der Vermietung an Bekannte und Vertraute beginnen.

Übrigens: Jedwede Form von Einnahmen musst du bei deinem Finanzamt melden. Ob du einen Gewerbeschein benötigst, ist von vielerlei abhängig – nicht zuletzt von der Region, in der du ansässig bist. Frag also einfach mal nach und lass dich von Profis beraten.

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